Tine Marquard Lizenzierte Leiterin & Ausbilderin für Walking-in-your-shoes Familienaufstellerin Heilpraktikerin (Psychotherapie) Rückführungstherapeutin
Tine MarquardLizenzierte Leiterin & Ausbilderinfür Walking-in-your-shoesFamilienaufstellerinHeilpraktikerin (Psychotherapie)Rückführungstherapeutin 

Symptom-Walk: Schmerzen im unteren Rücken

Eine Frau meldet sich telefonisch bei mir und fragt, ob sie mit ihrem Anliegen an einem meiner Workshop-Gruppen teilnehmen könnte. Sie habe seit einigen Monaten unerklärliche und starke Rückenschmerzen im unteren Bereich des Rückens. Sie wurde diesbezüglich schon vom Arzt gesehen. Die zunächst verschriebenen Krankengymnastik-Einheiten, zusätzliche Massagen, Yoga und Sport haben noch nicht zu einer Verbesserung geführt. Als nächstes stünde nun eine Abklärung durch MRT an, um die Wirbel und Bandscheiben in diesem Bereich genauer zu sehen. Die Klientin, Kareen, ist selbst Physiotherapeutin und möchte, bevor sie diese Untersuchung macht, gerne auf eine andere Art schauen und einen Walk machen.

Wir einigen uns, dass Kareen am nächsten Workshop teilnimmt. Als sie beim Workshop dann nach vorn kommt, sitzen wir einfach eine Weile still da, ohne dass jemand redet. In mir taucht plötzlich die Frage auf, ob wir den Walk verdeckt machen, also jemand anderen walken lassen, der von dem Anliegen nichts weiß. Ich kann nicht begründen, wie ich darauf komme, und ich spreche Kareen darauf an. Sie sagt sofort ja. Auch sie weiß nicht so recht warum, es geht ihr nicht ums Überprüfen der Methode, denn sie kennt diese bereits. Wir beschließen also, es so zu machen. Eine Frau aus der Gruppe fühlt sich angesprochen und geht zunächst aus dem Raum. Kareen berichtet kurz für die Gruppe von ihren Rückenschmerzen. Wir besprechen die Rolle. Wir könnten die Rückenschmerzen als Rolle gehen. Alternativ kommt mir der Gedanke, ob wir Kareen selbst als Rolle gehen lassen sollen? Kareen entscheidet sich, sich selbst als Rolle zu sehen. Das fühlt sich für sie stimmiger an. Wir schreiben die Rolle auf einen Zettel und holen die Teilnehmerin wieder herein.

Der Walk beginnt. Die Walkerin bezieht sich dazu auf den Zettel, den sie ohne ihn gelesen zu haben, in ihre Hosentasche steckt. Sie geht los. Sie geht einige Runden. Ihr Gehen sieht sehr wackelig aus. Sie berichtet, wenig Energie zu haben. Sie habe deutliche Schmerzen im unteren Rücken. Sie fühle sich irgendwie unsicher. Die Knie seien wackelig. Es falle ihr schwer, vorwärts zu gehen. Sie gehe zwar vorwärts, aber es sei nicht stimmig. Ihr Blick ist meist vor ihr auf dem Boden orientiert. Selten schaut sie auf. Nach kurzer Zeit stellt sie fest: Es fehle etwas. Sie habe das Gefühl, neben ihr fehle etwas. Etwas, das sie begleitet. Als die Walkerin das sagt, ist Kareen sehr berührt. Sie weint ein wenig und nickt dabei.                 Die Walkerin sagt noch einmal es fehle ihr was. Sie wüsste nicht was. Aber neben ihr müsste es sein. Sie könne so nicht mehr lange weitergehen. Sie wolle aber weitergehen. Ich frage nach, was passieren würde, wenn sie so weiterginge. Sie sagt: „Das weiß ich nicht, wahrscheinlich brech‘ ich zusammen, aber ich will das nicht. Ich will das mit dem neben mir ausprobieren.“ Ich frage sie wo sie sich das, was sie begleitet vorstellt, an welcher Stelle. Sie sagt zunächst: „links neben mir“ Meine Frage, ob sie sich das weiter so imaginieren kann, bejaht sie. Sie stellt sich vor das Imaginierte sei links neben ihr, etwas hinter ihr. Sie geht weiter und berichtet genauer: sie hielte das Imaginierte an der Hand fest beim Gehen. Es ginge ihr jetzt schon ein wenig besser, ihr Gehen sei nicht mehr so wackelig. Sie geht so weiter, mit dem Imaginierten neben sich. Aber es fühlt sich noch nicht ganz stimmig an. Sie erwähnt, die Hand fest zu halten sei vielleicht doch zu eng. Sie probiert mehrere Positionen aus, wo das Imaginierte gehen könnte: rechts, links, etwas mehr vorne, etwas mehr hinter sich, neben sich, mit und ohne an der Hand halten.
Die Klientin Kareen beobachtet das alles sehr berührt. Ich frag kurz bei ihr nach, ob sie eine Idee dazu hat. Sie nickt sichtlich bewegt. Die Walkerin berichtet nach längerem Ausprobieren: wenn das Imaginierte rechts neben ihr gehe, manchmal ein klein wenig vor ihr, manchmal ein ganz klein wenig hinter ihr, und wenn sie es nicht an der Hand festhalte, dann fühle es sich für am stimmigsten an. Sie merke das daran, dass der untere Rücken sich deutlich entspanne, sie könne sich besser aufrichten, die Knie seien weniger wackelig. Die Energie sei auch höher, bei 7-8 auf einer Skala von 0 bis 10. Und sie fühle sich sicherer. Zentrierter. Orientierter. Sie zeigt dabei auf ihre Körpermitte. Sie ergänzt: Auch das Gehen fiele ihr leichter. So sei es stimmig. So kann sie auch in die Welt schauen. Ihr Halsbereich, der vorher immer etwas steif gewesen sei, sei jetzt auch freier. Sie könne freier umher schauen.

Ich frage die Klientin Kareen, ob sie noch eine Frage habe. Sie habe alles gesehen, antwortet sie. Die Walkerin sagt ebenfalls, dass aus ihrer Sicht jetzt alles Wesentliche gesagt sei. Wir beenden den Walk an dieser Stelle. Die Walkerin erfährt, was auf dem Zettel stand.

Ich frage die Klientin, was sie gesehen hat, was sie aus dem Walk mitnimmt. Sie ist immer noch sichtlich berührt und berichtet, für sie habe sich eine Kernszene aus ihrem Leben dargestellt. Das „ Imaginierte“ sei in ihrer Wahrnehmung eindeutig ihr Mann gewesen. Sie wünsche sich mehr Unterstützung von ihm und mehr gemeinsames Vorwärtsgehen, was er aus unterschiedlichsten Gründen momentan so nicht geben könne. Diese Situation sei schon seit längerem bekannt, sie hätten auch schon darüber geredet. Es sei aber nicht gelöst, sondern mangels Lösung eher an die Seite geschoben. Sie hätte bisher gedacht, dass sie ihn an die Hand nehmen müsse und ihn mitnehmen. Das wäre aber immer so anstrengend gewesen. Im Walk habe sie gesehen, dass man unterschiedliche Positionen ausprobieren könne, um dann die richtige zu finden. Sie hat sich gemerkt, wie die letzte Position war: Nebeneinander, mit Spielraum – etwas vor ihr, mal etwas hinter ihr, und nicht zu eng. Das fühle sich gut für sie an. Dass ihre Rückenschmerzen damit zu tun haben könnten, da wäre sie ohne den Walk nicht drauf gekommen. Außerdem erwähnt Kareen noch, dass sie tatsächlich auch regelmäßig Probleme mit den Knien hätte. Kareen denkt, dass sich das Thema „Gemeinsam vorwärts gehen“ in den Rückenschmerzen manifestiert habe. Sie möchte mit ihrem Mann über diesen Walk sprechen und gemeinsam mit ihm an dem Thema weiterarbeiten.

Die Walkerin ergänzt noch, dass es für sie eine neue Erfahrung war, verdeckt zu walken. Sie sei ein bisschen aufgeregt gewesen, draußen vor der Tür. Sie habe Sorge gehabt, ob sie das wohl „könne“. Dann im Walk wäre alles wie von selbst gegangen. Sie habe nicht mehr gedacht, nur noch gefühlt. Sie ist dankbar für die Erfahrung, es war auch etwas für sie selbst in dem Walk zu erkennen.

Wie ist es weitergegangen?

Nach einigen Monaten treffe ich Kareen wieder und sie berichtet: Sie habe das Thema „Gemeinsam vorwärts gehen“ mit ihrem Mann neu aufgenommen. Es wäre zwar noch nicht gelöst, aber sie seien dran. Ihr Mann habe begonnen, an seinem Anteil des Themas zu arbeiten und sie selbst hätte ihre Anteile daran angeschaut. Es gehe zwar nur langsam voran - und es sei wohl noch ein Stück des Weges zu gehen - gleichsam helfe es ihr, zu wissen: „es ist in Arbeit“. Sie selbst habe auf wundersame Weise das Gefühl, jetzt auch alleine besser stehen und gehen zu können. Und die Rückenschmerzen – die seien seit dem nicht mehr aufgetaucht.

 

Fotos auf dieser Seite
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Tine Marquard - Walking-in-your-shoes WIYS 23.10.2017